Euribor |
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Der EURIBOR (European InterBank Offered Rate) ist der Zinssatz, den sich Banken aus dem Euroraum für Termingelder zahlen. Zur Ermittlung des EURIBOR melden 43 europäische Banken ihre Zinssätze für ein- bis zwölfmonatige Termingelder an eine Informationsagentur. Die 13 niedrigsten und höchsten Zinssätze werden nicht berücksichtigt, aus den restlichen wird ein Durchschnittswert ermittelt, eben der EURIBOR. Dieser wird dann von der Nachrichtenagentur Reuters verbreitet und täglich in den Wirtschaftsteilen von Tageszeitungen und im Internet veröffentlicht. Die Informationsagentur wird von der European Banking Federation, einer Interessenvertretung von mehr als 5000 europäischen Banken, und der Vereinigung der Europäischen Finanzmärkte (ACI) betrieben. Der EURIBOR bildet unter den Banken die Verhandlungsbasis für kurzfristige Kredite und für die Anlage von Festgeldern. Die Finanzinstitute verleihen so genanntes Eurogeld für ein, zwei, drei bis sechs Monate zu EURIBOR plus Aufschlag, wobei zwischen 0,5 und 2 Prozentpunkte Aufschlag üblich sind. Daneben nutzen auch andere Anlageprodukte wie variabel verzinsliche Anleihen den EURIBOR häufig als Referenzzins. |

