Minijobber gehören nicht zu den versicherungspflichtigen Arbeitnehmern und haben daher auch keinen Anspruch auf Riester-Zulagen. Mit einem einfachen Trick lässt sich das ändern.

Bei gewerblichen Minijobs führt der Arbeitgeber pauschal ca. 30 Prozent des Verdienstes ab, davon entfallen 15 Prozent auf die Rentenversicherung. Da der Minijobber selbst keine Beiträge zahlt, gilt er als nicht versicherungspflichtig und hat keinen Anspruch auf Riester-Zulagen.

Dies lässt sich mit einem einfachen Kniff ändern. Im ersten Schritt muss der Minijobber dem Arbeitgeber schriftlich mitteilen, dass er auf die Versicherungsfreiheit in der Rentenversicherung verzichtet. Damit erklärt er sich bereit, selbst einen Rentenversicherungs-Beitrag in Höhe von derzeit 4,7 Prozent zahlen (die Differenz zwischen dem allgemeinen Rentenversicherungsbeitrag von 19,7 Prozent und dem Minijob-Pauschalbetrag von 15 Prozent).

Bei einem gewerblichen vollen 450-Euro-Job sind das 21,15 Euro monatlich, also 253,80 Euro jährlich. Dafür haben Minijobber dann Anspruch auf das komplette Leistungspaket der gesetzlichen Rentenversicherung – darunter auch die Riester-Zulagen. (Aufgepasst: Bei Minijobs in Privathaushalten muss der Arbeitnehmer deutlich höhere Aufstockungsbeiträge zahlen, nämlich 66,15 Euro monatlich, oder 793,80 Euro jährlich).

Als Geringverdiener müssen Minijobber den Mindesteigenanteil von 60 Euro jährlich in den Riester-Vertrag einzahlen. Dann bekommen sie die Grundzulage von 154 Euro jährlich, plus gegebenenfalls Kinderzulagen von bis zu 300 Euro jährlich (Details siehe Riester-Rente: Zulagen).

Übrigens: Die Aufstockung der Rentenversicherung hat für Minijobber – neben der Riester-Förderung – noch weitere Vorteile. So zählen Minijob-Zeiten dann voll mit, wenn später geprüft wird, ob überhaupt ein Anspruch auf eine Rente besteht. Außerdem können Minijobber so einen Anspruch auf berufliche Rehabilitation (sowohl im medizinischen Bereich als auch im Arbeitsleben) oder eine Erwerbsminderungsrente erwerben.