Auch Angestellte und Beamte haben die Möglichkeit, eine Rürup-Rente abzuschließen. Dies kann sich vor allem für Arbeitnehmer mit einem hohen Einkommen lohnen, da sie besonders stark von der steuerlichen Absetzbarkeit der Beitragszahlungen profitieren.

Angestellte und Beamte können – genau wie Selbstständige – Sonderausgaben von der Steuer abziehen. Seit 2016 liegt der Höchstbetrag, der steuerlich geltend gemacht werden kann, bei 22.767 (Alleinstehende) bzw. 45.534 Euro (Verheiratete). Allerdings zieht das Finanzamt von diesen Höchstbeträgen – anders als bei Selbstständigen – die Beitragszahlungen zur gesetzlichen Rentenversicherung ab. Die verbleibende Summe kann für eine Rürup-Rente genutzt und steuerlich geltend gemacht werden.

Beamte werden steuerlich genauso behandelt wie Angestellte; bei ihnen setzt das Finanzamt einen fiktiven Rentenversicherungsbeitrag an.

Rechenbeispiel: Ein Alleinstehender mit einem Jahreseinkommen von 50.000 Euro brutto zahlt 2018 zusammen mit seinem Arbeitgeber 9.300 Euro in die gesetzliche Rentenversicherung ein (18,6 % von 50.000). Diese Summe wird von den 22.767 Euro abgezogen. Die Differenz, also 13.467 Euro, kann er in eine Rürup-Rente investieren. Von den Zahlungen erkennt das Finanzamt 86 Prozent (Steuerjahr 2018), also 11.582 Euro, als Sonderausgaben an.

Die folgende Tabelle zeigt, welche Höchstbeträge Arbeitnehmer – abhängig vom Bruttoeinkommen – 2018 steuerlich begünstigt in Rürup-Verträge investieren können:

Bruttoeinkommen in Euro Höchstbetrag Absetzbar 2018
Alleinstehende
30.000 17.187 14.781
40.000 15.327 13.181
50.000 13.467 11.582
ab 69.600 (neue Bundesländer) 9.821 8.446
ab 78.000 (alte Bundesländer) 8.259 7.103
Verheiratete
60.000 34.374 29.562
80.000 30.654 26.362
100.000 26.934 23.163
ab 139.200 (neue Bundesländer) 19.643 16.893
ab 156.000 (alte Bundesländer) 16.518 14.205