Auch Angestellte und Beamte haben die Möglichkeit, eine Rürup-Rente abzuschließen. Dies kann sich vor allem für Arbeitnehmer mit einem hohen Einkommen lohnen, da sie besonders stark von der steuerlichen Absetzbarkeit der Beitragszahlungen profitieren.

Angestellte und Beamte können – genau wie Selbstständige – Sonderausgaben von der Steuer abziehen. Seit 2016 liegt der Höchstbetrag, der steuerlich geltend gemacht werden kann, bei 22.767 (Alleinstehende) bzw. 45.534 Euro (Verheiratete). Allerdings zieht das Finanzamt von diesen Höchstbeträgen – anders als bei Selbstständigen – die Beitragszahlungen zur gesetzlichen Rentenversicherung ab. Die verbleibende Summe kann für eine Rürup-Rente genutzt und steuerlich geltend gemacht werden.

Beamte werden steuerlich genauso behandelt wie Angestellte; bei ihnen setzt das Finanzamt einen fiktiven Rentenversicherungsbeitrag an.

Rechenbeispiel: Ein Alleinstehender mit einem Jahreseinkommen von 50.000 Euro brutto zahlt zusammen mit seinem Arbeitgeber 9.350 Euro in die gesetzliche Rentenversicherung ein (18,7 % von 50.000). Diese Summe wird von den 22.767 Euro abgezogen. Die Differenz, also 13.417 Euro, kann er in eine Rürup-Rente investieren. Von den Zahlungen erkennt das Finanzamt 82 % (Steuerjahr 2015), also 11.002 Euro, als Sonderausgaben an.

Die folgende Tabelle zeigt, welche Höchstbeträge Arbeitnehmer – abhängig vom Bruttoeinkommen – 2016 steuerlich begünstigt in Rürup-Verträge investieren können:

Bruttoeinkommen in Euro Höchstbetrag Absetzbar 2016
Alleinstehende
30.000 17.157 14.069
40.000 15.287 12.535
50.000 13.417 11.002
ab 62.400 (neue Bundesländer) 11.098 9.101
ab 72.600 (alte Bundesländer) 9.191 7.536
Verheiratete
60.000 34.314 28.137
80.000 30.574 25.071
100.000 26.834 22.004
ab 124.800 (neue Bundesländer) 22.196 18.201
ab 145.200 (alte Bundesländer) 18.382 15.073