Auch Angestellte und Beamte haben die Möglichkeit, eine Rürup-Rente abzuschließen. Dies kann sich vor allem für Arbeitnehmer mit einem hohen Einkommen lohnen, da sie besonders stark von der steuerlichen Absetzbarkeit der Beitragszahlungen profitieren.

Angestellte und Beamte können – genau wie Selbstständige – Sonderausgaben von der Steuer abziehen. Seit 2016 liegt der Höchstbetrag, der steuerlich geltend gemacht werden kann, bei 22.767 (Alleinstehende) bzw. 45.534 Euro (Verheiratete). Allerdings zieht das Finanzamt von diesen Höchstbeträgen – anders als bei Selbstständigen – die Beitragszahlungen zur gesetzlichen Rentenversicherung ab. Die verbleibende Summe kann für eine Rürup-Rente genutzt und steuerlich geltend gemacht werden.

Beamte werden steuerlich genauso behandelt wie Angestellte; bei ihnen setzt das Finanzamt einen fiktiven Rentenversicherungsbeitrag an.

Rechenbeispiel: Ein Alleinstehender mit einem Jahreseinkommen von 50.000 Euro brutto zahlt 2021 zusammen mit seinem Arbeitgeber 9.300 Euro in die gesetzliche Rentenversicherung ein (18,6 % von 50.000). Diese Summe wird von den 22.767 Euro abgezogen. Die Differenz, also 13.467 Euro, kann er in eine Rürup-Rente investieren. Von den Zahlungen erkennt das Finanzamt 92 Prozent (Steuerjahr 2021), also 12.390 Euro, als Sonderausgaben an.

Die folgende Tabelle zeigt, welche Höchstbeträge Arbeitnehmer – abhängig vom Bruttoeinkommen – 2021 steuerlich begünstigt in Rürup-Verträge investieren können:

Bruttoeinkommen in Euro Höchstbetrag Absetzbar 2021
Alleinstehende
30.000 17.187 15.812
40.000 15.327 14.101
50.000 13.467 12.390
ab 77.400 (neue Bundesländer) 8.371 7.701
ab 82.800 (alte Bundesländer) 7.366 6.777
Verheiratete
60.000 34.374 31.624
80.000 30.654 28.202
100.000 26.934 24.779
ab 154.800 (neue Bundesländer) 16.741 15.402
ab 165.600 (alte Bundesländer) 14.732 13.554